Der Wal, und ein durchwachsener Jahresanfang! :-)

Dank der Facebook Erinnerungen habe ich gelernt, das der Januar in den letzten Jahren gesundheitlich immer ziemlich Herausfordernd für unsere Familie. Irgendwie beruhigt mich diese Tatsache, denn unter anderem beweist sie das zwar nicht alles, aber zumindest vieles auch wieder ins Lot kommt!

Unser Jahr fängt recht durchwachsen an und das ist wahrscheinlich noch recht positiv formuliert. Diese Dinge haben mich in dieser Woche sehr bewegt und den Großteil meiner Gedanken eingenommen. Aber das sind nicht meine Geschichten, als das ich sie in aller Bandbreite erzählen möchte, also versteht bitte das ich davon nur Oberflächlich berichte.

Wir haben schon den ein oder anderen Horror Schreck hinter uns und leider gibt es noch nicht an allen Fronten Entwarnung. Meine kleine Schwiegermutter hat uns schwer Sorgen gemacht, aber ich würde es jetzt mal so formulieren, das Mutter Natur einen Warnschuss abgegeben hat und meine Schwiegereltern sofort richtig reagiert haben. Aber zu sehen wie der Liebste Kreidebleich wird, weil er Angst hat um seine Mami hat, das tut schon weh und macht Angst!

Versteht mich nicht falsch, mir hat es auch erst mal den Boden unter den Füßen weggezogen, allerdings und ich weiß das klingt seltsam, so haben mich die Erlebnisse der letzten Jahre für solche Situationen gestärkt. Außerdem kann ich mit meiner eigenen Angst besser umgehen, als zu sehen das der Liebste in seinen Grundfesten erschüttert ist.

Es hat mir auch ziemlich deutlich vor Augen geführt, wie schwer es ist, seinem Partner dabei zuzusehen, wenn ersuch sorgt. Ich verstehe jetzt, warum der Liebste mich in den schwierigen Zeiten im letzten Jahr gefühlt alle drei Minuten gefragt hat, wie es mir geht und ob er etwas für mich tun kann. Es ist die pure Hilflosigkeit, denn auf Sorge und Angst kann man kein Pflaster drauf kleben, auch Pillen sind da keine Lösung, also versucht man ständig zu erfahren was im Kopf des anderen los ist. Mich hat das zum damaligen Zeitpunkt oft angestrengt und jetzt schäme ich mich deswegen ein wenig dafür.

Mein Onkel, mit dem ich mich erst seit ein paar Jahren wieder annähere, hat eine schwere Lungenentzündung und es besteht der Verdacht das es noch ernster sein könnte. Wie so oft im Leben, sind wir jetzt gezwungen, auf medizinische Ergebnisse zu warten. Das ist ätzend, zumal man meinem Onkel anmerkt, das er Angst hat, dann fühlt sich die Wartezeit noch grausamer an. Reicht es nicht das jemand krank ist, muss er dann auch noch so gefoltert werden?

Ich hasse warten! Ich bin sowieso kein wirklich geduldiger Mensch oder anders gesagt, Geduld ist kein Automatismus bei mir, sondern etwas das ich aktiv sein muss. Es gibt doch dieses Klischee, das Männer wenn sie mit einem Problem, oft auch emotionaler Natur, konfrontiert sind, es immer direkt lösen oder reparieren wollen und Frauen viel besser darin sind, einfach Verständnisvoll zuhören können. Wenn an diesem Klischee etwas dran ist, dann bin und einige andere Frauen in meinem Umfeld ebenfalls, viel männlicher als wir wahrscheinlich sein sollten. Ich will auch immer alles reparieren oder lösen, egal was uns in den letzten Jahren passiert ist, solange ich das Gefühl hatte, aktiv etwas tun zu können, handlungsfähig zu sein, konnte ich mit der Situation irgendwie klar kommen. Einfach nur da zu sitzen und abwarten zu müssen, wie die Situation sich entwickelt, finde ich unerträglich.

Ich glaube darum hat mir das WalzumAal Projekt auch geholfen als ich mich am Boden gefühlt habe. Es hat mir damals das Gefühl gegeben wieder die Kontrolle über mein Leben, zurück zu bekommen.

Ihr erinnert Euch wahrscheinlich noch, das ich sagte das ich mich mehr darum bemühen möchte meine Familie zusammen zu halten. Das hat jetzt eine Eigendynamik bekommen, die zwar keinen schönen Auslöser hatte, aber trotzdem irgendwie gut ist.

Auch habe ich irgendwie das Gefühl, ich weiß nicht recht wie ich es benennen soll, aber mangels passenderer Formulierung will ich es mal Schicksal nennen, mich mit der Nase auf etwas stoßen möchte: Das Beste aus jedem Moment zu machen, die Augen für die schönen Dinge besonders offen zu halten, auch Kleinigkeiten zu genießen und das was einem Freude macht, besonders bewusst wahrzunehmen. Damit meine ich Tatsächlich genau das Beispiel mit dem Familienkontakt. Ist es Scheiße was da alles gerade so passiert? Ja ist es, aber es ist auch toll das wir, seltsame Patchworkfamilie die wir sind, sofort näher zusammenrücken. Mich macht das glücklich!

Ich habe schon vor einigen Jahren aufgehört Jahreshoroskope zu lesen, weil ich gemerkt habe, das mich Prophezeiungen die nicht in meine „Planung“ passten, oft nervös gemacht haben. Dieses Jahr hatte ich einen schwachen Moment und habe meines und das des Liebsten gelesen. Und wieder hat mir vieles nicht gefallen, denn Aussagen wie „Neu Orientierung“, „Neue Liebe“ oder „Lebensveränderung“ will man wenn man in einer glücklichen Beziehung lebt nicht lesen. Das und mein Unterbewusstsein, das wahrscheinlich immer nicht denkt „der Mann ist doch zu gut um wahr zu sein“ haben mir diese Woche ein paar schlimmen Alpträumen beschert. Ich leide nicht oft unter Alpträumen, aber wenn ich welche habe, dann wache ich wirklich mit Herzrasen, druck auf der Brust und Schweiß auf der Stirn, auf. Natürlich muss ich dann auch immer den Liebsten wecken, denn meine Alpträume haben immer nur eine Geschichte und das ist die, das er mich verlässt. Ein Teil von mir schämt und ärgert sich gleichzeitig, weil die emanzipierte Frau in mir denkt, wie kann Dein Glück so abhängig von einem anderen Menschen sein? Aber so ist es nun mal und darum akzeptiere ich diese Tatsache auch mit einer gewissen Gelassenheit.

So ätzend diese Träume auch sind, so bewegen sie mich dazu, meine Beziehung aufmerksam zu betrachten, ob sie nicht doch irgendwo ein Problem hat,welches ich übersehen oder ignoriert habe. Sieht soweit aber immer noch sehr gut aus! 🙂

Unserem Vorsatz, viel frisch zu kochen, sind wir soweit treu geblieben, und im Moment macht mir das immer mehr Freude. Ich entdecke gerade wieder die Liebe zu meiner Küche und zu neuen Rezepten, davon werdet Ihr demnächst hoffentlich auch profitieren, weil ich vor habe ein paar der Sachen weiterzugeben, wenn ich sie für mich ausgetüftelt habe. Ich stelle nämlich immer wieder fest, das man auch leckere Schweinereien, wie z.B. American Cheesecake, machen kann ohne das man davon Explodiert. Wie durch ein Wunder habe ich über die Feiertage nur drei Kilo zugenommen und die sind schon wieder weg. Liegt vielleicht auch daran das ich es tatsächlich geschafft habe, mich wieder zum schwimmen aufzuraffen. Ich taste mich wieder ran und es tut sehr gut. Ja, es ist ziemlich anstrengend, da willig ganz ehrlich sein, aber das Hochgefühl mit dem ich direkt im Anschluss belohnt werde, ist schon nicht ungeil.

Alles in allem fängt das Jahr durchwachsen an, aber ich bin optimistisch das sich alles zum guten wenden wird, denn irgendwie habe ich ein gutes Gefühl was dieses Jahr angeht…;-)

12141556_1069013349837037_510459456151882936_n

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s