Der Wal, ein bayrischer Sommernachtstraum oder fallen lasse!:-)

Wäre der Mensch eine Insel, wäre es wahrscheinlich leichter sich selbst gesetzte Ziele konsequent zu verfolgen, aber wir sind nun mal keine Insel und so sind wir den Einflüssen unser Mitmenschen und unserer Umwelt gnadenlos ausgeliefert. Vermutlich sollte sich hier die Spreu vom Weizen trennen und die schwachen Tiere aus der Diätherde entfernen. Aber obwohl ich dieser Tage mal wieder deutlich zur Spreu gehöre, bin ich noch nicht gewillt den Weg zur Schlachtbank anzutreten! 🙂

Eigentlich war ich ganz gut auf der Spur, aber dann war ein zweitägiges Meeting mit Kollegen meiner Firma, in München oder besser gesagt in Aying einem Ort der Aussieht wie eine Urlaubspostkarte, angesetzt. Ich weiß, es gibt gefühlte 100 Bücher von verschiedenen Diät Methoden, wie man seine Ernährungsumstellung auch im beruflichen Alltag umsetzten kann. Aber erstens habe ich all diese Bücher nicht gelesen und zweitens glaube ich nicht das es für alles eine machbare Lösung, außer „Verzicht“ gibt.  Aber lasst mich Euch meine Reise kurz schildern, denn ich vermute das einige von Euch schon ähnliche Situationen erlebt haben,

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Meine Reise war zeitlich sehr knapp geplant, was eher einer Fehlinformation als Schlechter Organisation geschuldet war. Als traf ich um 14:45 Uhr im Hotel ein und da ich schon 15 Minuten zu spät für das erste Meeting war, gab es keine Verschnaufpause. Ich also vollkommen verschwitzt, (glaubt mir S-Bahn ist selbst bei der schönsten Landschaft die man durchquert, bei 30 Grad kein Zuckerschlecken) direkt in den Tagungsraum. Dort gab es, gelobet sei der Herr, ausreichend kalte Getränke, aber leider auch eigenköstlich duftenden, vermutlich lauwarmen, Apfelstrudel mit frischer Schlagsahne. Es roch so verführerisch, aber ich bin absolut tapfer geblieben, obwohl mein Magen sich ziemlich beschwert hat.

Ich weiß nicht ob ich es schon mal erzählt habe, aber mein Job wird doch noch überwiegend von Männern ausgeführt, zumindest in der Firma die ich im Moment mein Zuhause nenne. Wir waren also insgesamt 5 Frauen und ca. 12 oder 13 Männer. Es ging bei dem Meeting nicht nur um ein Arbeitsmeeting, sondern auch um geselliges Beisammensein und so war einer der Programmpunkte, eine Brauereiführung. Ernsthaft, das ist so eine Unternehmung bei der ich im stillen oder in diesem Fall auch etwas lauter flüstere „Bitte tötet mich, tötet mich gleich“ aber es hat sich niemand erbarmt. Ich habe meinem Chef gedroht, das wir demnächst als gemeinsame Aktivität eine Vortrag zum Thema „Pro und Contra Gel- oder Akrylnägel (mein Boss war überrascht zu hören das es da Unterschiede gibt! 🙂 ), der Selbstversuch“ organisieren werden, damit auch mal was für die Mädels dabei ist. Auch hier bin ich standhaft geblieben und habe auf die anschließende Bierverkostung verzichtet, was mir zugegebenermaßen nicht schwer gefallen ist, da ich kein großer Biertrinker bin.

Der Brauereiführer war deutlich euphorisch begeistert und Überzeugt in seinem Vortrag, aber für meinen Geschmack zu Humorbefreit! 🙂

 

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Mittlerweile ist es 19:30 und wir begeben uns alle zum gemeinsamen Abendessen, welches als 3 Gänge Menü gestaltet und vorbestellt ist. Ich bin mittlerweile ausgehungert, weil ich das letzte mal morgens um 9 Uhr gefrühstückt habe und seit dem weder Zeit noch Gelegenheit hatte etwas vernünftiges zu essen. Wir bestellen Getränke und beschließe den Abend bei Weißweinschorle auf Eis zu verbringen, soweit so gut aber als verschieden Sorten warmes Brot mit gesalzener Butter auf den Tisch gestellt wurde, da bin ich schwach geworden. ich hatte auch Angst das mein knurrender Magen ungewünschte Aufmerksamkeit auf mich ziehen wurden und sind wir doch mal ehrlich, selbst Weißweinschorle ist auf leeren Magen und brütender Hitze eine gefährliche Angelegenheit und wer will schon die Kontenance im kreis seiner Kollegen verlieren. Wenn ich es recht bedenke war das restliche Abendessen gar nicht so wild, ich hatte Wolfsbarsch mit Ratatouille und Polentaplätzchen, die ich zwar probiert, aber dann habe stehen lassen, das Brot lastete schon schwer genug auf meinem Gewissen. Den Nachtisch, der irgendetwas köstlich aussehendes mit Schokolade war, habe ich einem Kollegen gegeben, der bald Vater wird und aussah als ob er noch etwas Kraft brauchen könnte! 🙂

Ich habe die Kollegen nicht gefragt, ob ich sie in meinem Blog zeigen darf, darum ein wenig verfremdet… Ihr seht schon wie geil der Nachtisch aussieht?! ich hatte auch ein paar tränen in den Augen, fühlte mich aber Heldenhaft!

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Also eigentlich alles gar nicht so wild, aber wisst Ihr, wir haben nicht oft die Möglichkeit mit Kollegen in entspannter Form zusammen zu sitzen und ich habe zauberhafte und lustige Kollegen. Es war ein wundervoller, perfekter Sommerabend, wir saßen draußen im Hotelgarten der voller wunderschöner blühender Bäumchen und Sträucher steht, die Tafel war von Kerzen beleuchtet und die Stimmung heiter und entspannt. An so einem Abend möchte und wollte ich los lassen und nicht meine Weinschorlen zählen, ich wollte mich in den Abend fallen lassen und ihn genießen. Das habe ich dann auch getan und es wurde 3 Uhr morgens und wir haben viele Liter Weiß- und Rotwein, Aying Weizenbier und auch den ein oder anderen Schnaps vernichtet. Es war ein wirklich wundervoller Abend mit Kollegen, wir haben wirklich viel gelacht, Kriegsgeschichten ausgetauscht und uns so etwas besser kennengelernt.

Bildzeugnis eines schönen Abends….

 

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Darum bereue ich das ganze Nicht einen Moment. Was nützt eine Diät wenn der Spaß auf der Strecke bleibt. Ausnahmen müssen erlaubt sein. Ich komme langsam zur Erkenntnis, das weitere 40 Kilo abnehmen zu wollen, für mich persönlich sucherbedeutet, das ich immer wieder vom Pferd fallen werde und hoffentlich schaffe ich es immer wieder, am nächsten Tag erneut aufzusteigen. Naja, in diesem Fall war es nicht direkt der nächste Tag, zumindest nicht der nächste Morgen, denn ich war zwar nicht gerade betrunken, aber für einen ordentlichen Kater hat es trotzdem gereicht und da hat mein Körper erneut nach Kohlenhydraten und Eiweiß in Kombination verlangt! Nur Rührei, Speck und ein Käsebrötchen konnten mich wieder Aufnahmefähig für die Vorträge des Tages, machen!

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Auch wenn ich immer wieder runterfalle, ich fühle mich gerade trotzdem ziemlich wohl, denn auch wenn ich nicht ganz so konsequent bin wie geplant, so bleibe ich doch am Ball. Gestern haben wir die Einkäufe für die Kommende Woche getätigt und ich bin gut auf eine weitere Woche Trennkost vorbereitet! 🙂

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Ich werde jetzt noch ein Wenig mit dem liebsten die Seele baumeln lassen, denn zwischen Beruflicher Reise, Wohnung renovieren und auf den Vater aufpassen, bleibt gerade wenig Zeit für uns, darum müssen wir Stunden die wir für uns haben gut nutzen. Ich hoffe Irrtum das gleiche mit Euren Lieben… 🙂

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