Der Wal lässt die Katze aus dem Sack oder vom Plan zur Tat! :-)

Heute ist der Tag der Wahrheit und des ernsthaften neuen Durchstartens. gerne würde ich Euch stolz berichten können, das ich optimal vorbereitet in diesen Montag gegangen bin, aber leider ist mir das nur zum Teil gelungen.

Am Samstag habe ich mich zu einer unchristlich frühen, dafür aber noch angenehm kühlen Zeit aufegschwungen und meine Einkäufe erledigt. Es ist sicher noch zu früh für mich um das Final zu beurteilen, aber mein erster Eindruck ist das Gemüse auch in Sachen Trennkost die wichtigsten Lebensmittel überhaupt sind. Wenn ich es recht bedenke, dann erziehen uns alle Ernährungsberater oder Diätratgeber dazu, deutlich mehr Gemüse und Salat zu essen, sie argumentieren und motivieren nur unterschiedlich, warum man das tun sollte.

Naja, auf jeden Fall habe der Liebsten und ich uns in den REWE Supermarkt geschleppt und erst mal die Grundvorräte für die neue Ernährungsphase aufgestockt:

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Aber in Zukunft werde ich mir wieder die Mühe machen zu unserem Gemüse Türken zu gehen, denn eindeutig ist Obst und Gemüse sort wesentlich abwechslungsreicher und rein psychologisch gibt es mir auch das Gefühl nicht Industrie Obst zu essen, wobei das wahrscheinlich Schwachsinn ist.

Viel Obst und Gemüse ist eigentlich kein großes Problem für mich, da ich es tatsächlich ausgesprochen gerne esse und das spätestens seit den WW sowieso vermehrt tue. Trotzdem wurde mir beim Einkaufen das Herz schwer, denn  die schlichte Tatsache, das ich jetzt nicht mehr nach Lust, sondern nach Vernunft einkaufe, hat etwas von einem mentalen Korsett.

Vollkornbrot stellt auch kein Problem dar, Knäckebrot finde ich schon weniger prickelnd, aber da es nun mal empfohlen wird und in den Rezepten auch auftaucht, hab ich selbstverständlich auch Vollkornknäckebrot in den Einkaufswagen gelegt. Was mir wirklich fast die Tränen in die Augen getrieben hat, waren die Vollkornnudeln, da ich ein Pasta Snob bin. Ich kann mich um ehrlich zu sein, noch nicht mal daran erinnern jemals eine Vollkornnudel gegessen zu haben, folglich weiß ich nicht ob sie schmecken oder nicht. Es ist einfach nur das mein Kopf ganz laut und verzweifelt „NEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIN“ brüllt, wenn er Vollkornnudeln hört. Aber gut, diese Woche werde ich dann mal die braune Nudel antesten und wahrscheinlich ist es gar nicht so schlimm! 🙂

So war ich dann heute Morgen gut gerüstet für den neuen Start, aber wäre ich klug gewesen, hätte ich am Sonntag schon mal was vorbereitet. Aber die unfassbare Hitze hat mich, wie wahrscheinlich viele von Euch, komplett gelähmt. Gestern habe ich mit Mühe, Not und einer menge Schweiß meinen Vater besucht und war Mittags noch was essen, den restlichen Tag habe ich ermattet im dunklen Schlafzimmer auf dem Bett gelegen und versucht zu lesen, aber selbst das war zu anstrengend. Heute morgen hab ich dann eine kurze Panik Attake bekommen, weil ich gar nicht wusste, wie ich anfangen soll.  Ich hab mich dann erst mal beruhigt und mir gedacht, dann heute eben keinen Sport, obwohl das Wetter perfekt gewesen wär, sondern erst mal schauen, das ich das mit dem Essen alles gut hinbekomme.

Weil es ein neues Programm ist, wollte ich dann auch mal was anderes Frühstücken und habe mir Rühreier mit Lauchzwiebelen und frischer Paprika gemacht, das ganze fällt unter ein Eiweißhaltiges Frühstück und ist grundsätzlich lecker. Allerdings habe ich heute morgen dann auch über mich gelernt, das wenn ich nicht gerade einen Mega Kater habe, was gelobet sei der Herr, heute nicht der Fall war, ich den würzigen Bratgeruch am morgen nicht gut verkraften kann. Das ist mir alles zuviel, nach dem ich das Rührei gemacht hatte, musste ich es erst mal eine halbe Stunde stehen lassen, bevor ich mich überwinden konnte es zu essen.

2 Eier, zwei halbe Paprika (grün & gelb) und zwei lauchzwiebeln. Secker und macht tatsächlich sehr satt!

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Ein klitzekleines bißchen gemogelt habe ich dann doch, denn der Liebste hat mir einen Milchkaffee gemacht, der so lecker geduftet hat, das ich ihn trinken musste. Ich muss ihm unbedingt sagen, das er das morgens nicht mehr darf *schnief* Eigentlich steht das deutlich nicht auf der Liste, denn es wird empfohlen seinen Kaffee mit Sahne aufzuhellen und nicht mit Milch. Aber ich war insofern Tapfer, als das ich nicht wie üblich eine zweite Tasse getrunken habe, sondern mir statt dessen ein anderes Getränk gemacht habe und das begeistert mich total.

Bei der Trennkost werden als Getränke, Stilles Wasser (in Köln sagen wir „Da ficken die Fische drin“), Tee (da bin ich english und liebe ihn mit Milch und braunem Zucker) oder verdünnte Fruchtsäfte (nicht Fisch nicht Fleisch)  begeistert mich also alles nur sehr minimal. Aber es hilft ja nix, also habe ich mit das kleinste Übel ausgesucht und mich für verdünnte Fruschtsäfte entschieden, aber eben keine gekauften, sondern selbst gemacht.

Alle zwei oder drei Tage schneide ich mir zwei frische Ananas, denn die entwässert, schmeckt herrlich süß und ist in jeder Diät anscheinend nicht nur erlaubt sondern regelrecht erwünscht! Ich bin einer dieser Menschen, die gerne aus purer Langeweile an den Kühlschrank gehen und schauen was sie sich mal schnell in den Mund schieben können. Wenn man seine Schwächen kennt, kann man sie besser bekämpfen, darum habe ich schon vor ein paar Wochen angefangen immer aufgeschnittenes Obst im kühlschrsank zu haben, dann schippe ich mit wenigstens auch ein paar Vitamine in meine Futterluke! 🙂

Zwei Hände voll Ananas in den Mixer, dazu zwei Hände voll Eiswürfel und ein guter Schuss stilles Wasser und bitte nicht den Saft von zwei ausgepressenten Zitronen vergessen, das ganze zwei Minuten mixen erst in der Einstellung „Eiswüfel zerkleinern“ und dann normal durch quirlen. Jetzt im Sommer, so schön erfrischend wie eine kühle Dusche!

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Da ich die Kantine auf dem Studiogelände, welches ich mein momentanes Zuhause nenne, nicht besonders mag, wollte ich mir dann auch was zu essen mitnehmen. Da ich nicht vorbereitet war, hab ich einfach mal nachgeschaut was ich als Eiweißreiches Mittagessen schnell vorbereiten könnte, bzw. welche Lebensmittel gut geeignet sind. Eiweißhaltig übrigens nicht, weil ich jetzt für immer auf Kohlenhydrate verzichten möchte, sondern weil die Zeit zu kurz war um was mit Kartoffeln, Nudeln oder Reis vorzubereiten.

Ich hab dann einen Salt aus Tunfisch, frischer Paprika. Lauchzwiebeln und einem grünen Apfel kreiert. Abgerundet habe ich das ganze mit Kürbiskernöl und Pfeffer und Salz. Das ganze ist erstanlich lecker auch wenn es etwas seltsam aussieht.

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Über Abendessen habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, weil es sehr warm ist und ich dann abends meisten eh nicht soviel Hunger (außer auf Schokolade) habe, aber ich werde mich ran tasten müssen, denn 5 Mahlzeiten inkl. Zwischensnack, sind empfohlen.

Alles in allem bin ich recht zufrieden mit dem ersten Tag, aber weiter 27 liegen noch vor mir, bevor ich hier ein Statement abgeben kann, wie ich das mit der Trennkost so finde. Wo wir gerade bei Zahlen sind, ist es wohl an der Zeit die Katze aus dem Sack zu lassen. Ich tue mich sehr schwer, diese „Niederlage“ zuzugeben bzw. schriftlich einzugestehen und irgendwie hatte ich auch gehofft, das ich noch ein paar Kilos verliere, bevor ich mein aktuelles Gewicht veröffentliche, aber das hat nicht wirklich sollen sein. Mein Mutter meinte, das mich das viel menschlicher machen würde und das niemand eine Superheldin, die immer diszipliniert ist, mag. Bin ich je wie eine Superheldin oder Fräulein Disziplin rüber gekommen? Ich wage das zu bezweifeln! Ich bin auch nur ein Mensch und habe mehr Schwächen als mir lieb ist und leider haben die meisten davon etwas mit Genuss zu tun ! 😉

Also, Stand heute Morgen wiege ich 141,1 Kg, richtig von den über 30 Kilo die ich schon mal runter hat, sind leider nur 17,8 Kg langfristig verschwunden. 28 Tage will ich durchhalten, bevor ich entscheide wie ich weiter mache. Es dauert wohl auch vier Wochen, bis sich der Körper an die Umstellung gewöhnt hat. ich fühle mich übrigens gerade wie eine Studentin, denn es ist nicht so, das man so ein Einsteiger Trennkost Buch ließt und dann wüsste wie das funktioniert. es hat tatsächlich eher etwas von wirklich lernen, was da wo geht. Ich hab Euch ja gesagt, das ich mir die Trennkost Bücher von Ursula Summ besorgt habe. Sie erklärt es in einer guten Mischung aus Wissenschaftlichen Erkenntnissen und eigenen Erfahrungen, aber es wird noch eine Weile dauern, bis ich nicht mehr ständig alles nachlesen muss.

Dieser Spruch hängt seit letztem Jahr an meinem Kühlschrank, aber heute habe ich ihn das erste mal seit langer Zeit wieder mal bewusst gelesen!

Damit es auch wirklich jeder versteht, hier die Übersetztung:

„Entscheide Dich was Du willst. Schreib den Scheiß auf. Mach einen verdammten Plan. Und… Arbeite daran. Jeden. Einzelenen Tag“

Kinder, es ist hart aber wahr, es gibt keine mühelose Diät, man muss auf Strecke durchhalten…. Nur so Gehts! 🙂

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