Der Wal, Morgenstund hat Gold im Mund oder ich bin wieder auf Kurs! ☺

Meine Schreibdisziplin ist verheerend und ich bin beschämt wie lieblos ich mit diesem Tagebuch umgehe, aber wenigstens habe ich einen guten Grund, der da wäre, dass ich abends in ein Koma der Erschöpfung falle! Das tue ich, weil ich endlich die Lösung für mein sportliches Problem gefunden habe. Ich gehe jetzt immer morgens vor der Arbeit und das tue ich schon die ganze Woche. Ganz Ehrlich, ich hätte das in der Theorie nicht für möglich gehalten und habe das ja eigentlich in einem früheren Eintrag, konsequent ausgeschlossen. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, wenn ich endlich die Lösung meines Problems gefunden habe. Mein neues Motto ist also „Morgenstund hat Gold im Mund“ 🙂

Da ich im Moment keine aktuellen, Themenbezogenen Bilder für Euch habe, zeig ich Euch noch mal ein Wal Bild aus November 2012, noch nicht so dramatisch wie es noch werden sollte, aber die Richtig irgendwie schon absehbar. Wir waren auf einem  Strandspaziergang unterwegs und  verliebt und glücklich, fühlte ich mich auch schön und der Liebste fand das auch! 🙂

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Ich hab es wirklich versucht mit dem abendlichen Sport, aber ich fand es absolut Horror. Der psychologische Druck der da bei mir entstanden ist, was nicht gerade gering und ich war schon morgens gestresst, bei dem Gedanken das ich nach dem Büro direkt in Sportstudio muss. Das dann auch noch ätzend voll ist.Und wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich jeden Tag einen Grund es nicht zu tun. Und weil es ja auch die ersten Wochen im neuen Job waren, war der Liebste auch nicht besonders streng, weil er nicht auch noch Druck auf mich ausüben wollte, wobei er das wirklich nie tut.

Letzte Woche hatte ich dann ein hohes Maß an Verzweiflung erreicht, weil ich gemerkt habe, das die gesamte Disziplin die ich mir in den letzten 6 Monaten angewöhnt hatte, mir wie Wasser durch die Finger glitt! Satan hatte wieder das Ruder übernommen!

Ich kann gar nicht ernsthaft genug beschreiben, wie viel Angst und Sorge mir das gemacht hat. In erster Linie wegen meiner Gesundheit und meinem Gewicht, aber auch weil ich mich auch Euch gegenüber irgendwie wie eine Hochstaplerin gefühlt habe. Es ist leicht groß zu tönen, wie diszipliniert man ein Programm durch zieht und sich dafür bewundern und loben zu lassen. Aber sind wir doch mal ehrlich, ich hatte ja auch nichts anderes zu tun! Es war mein Job diszipliniert zu sein! Das war auch gut so , aber Lob und Bewunderung hatte ich dafür, zumindest sehe ich das rückblickend so, nicht verdient!

Diszipliniert Sport zu machen und sich gesund und regelmäßig zu ernähren während man einen Fulltime Job hat, das ist ein Akrobatischer Akt! Und ab jetzt gelingt er mir, dieser Akt. Diese Woche haben wir es einfach mal ausprobiert und jetzt haben wir eine neue tägliche Routine. Der Liebste setzt mich auf dem Weg zur Arbeit gegen 6:45 Uhr am Fitnessclub ab, Montags, Mittwochs und Freitags mache ich für eine Stunde Kraftsport, gehe duschen und fahre ins Büro. Dienstags und Donnerstag gibt’s 30 Minuten Intervalltraining und 40 Bahnen schwimmen. Jeden Tag bin zwischen 9:00 Uhr und 9:15 Uhr im Büro und das ohne Stress und Hetzte. Obwohl ich es nie vermutet hätte, klappt das hervorragend. Niemand ist erstaunter als ich selbst, das ich das nicht nur wirklich tue, sondern mich dadurch sogar extrem energetisch fühle. Nach dem Sport glühe ich im positivsten Sinne und mein Kopf fühlt sich klar und gut durchgepustet an.

Da ich dem Liebsten sowieso seit einem Dreivierteljahr jeden morgen eine lecker Frühstückstüte mache, denn er hat das Problem das er vergisst essen zu gehen, mache ich mir jetzt auch jeden Morgen eine. Gesunde Butterbrote, aufgeschnittenes Obst, Diätbuttermilch bringen mich vernünftig durch den Tag und sollte das nicht reichen, habe ich direkt am ersten Tag in meinem neuen Büro, eine Schublade mit Kalorienarmen Snacks gefüllt. Was für mich aber mit am schönsten ist, das ich mich jetzt wieder auf den Feierabend und entspannte Stunden mit dem Liebsten freuen kann. Wenn wir Abends zum Sport gegangen sind, waren wir meistens gegen 21 Uhr zuhause, dann noch Ein, Zwei Sachen für den Haushalt erledigt, zwei oder drei Telefonate geführt und der Tag war vorbei. Das hat mir nicht gefallen und auch nicht gut getan! Wir brauchen beide die Zeit miteinander abhängen zu können, ohne dabei was erledigen zu müssen und wenn wir diese Zeit nicht haben, dann sind wir beide angespannt. Würde ich morgens nicht zum Sport gehen, würde ich sowieso nur hier zuhause, die Zeit alleine vertrödeln oder noch schlimmer, wieder anfangen um 7 Uhr ins Büro zu fahren und mit solchen schlechten Angewohnheiten will ich erst gar nicht wieder anfangen. Zumindest nicht, wenn es absolut nicht notwendig ist! Dann doch lieber meinen inneren Morgenmuffel rauswerfen, damit ich Zeit für Zweisamkeit am Abend habe!

Ich bin also im Moment wirklich glücklich und das hat mehr als nur ein bisschen mit der wiedergefunden Disziplin zu tun. Es war mir bis vor drei Wochen nicht bewusst, wie gut mir die Struktur tut, die der Sport mir gibt. Die letzten drei Wochen habe ich mich immer unzufrieden und unruhig gefühlt. Es ist immer noch nicht so, das ich den Sport liebe oder mich gar darauf freue, aber ich liebe und freue mich auf das Gefühl, das sich einstellt, wenn ich diszipliniert etwas für mich selber getan habe. Ich war vom Kurs auf mein Ziel abgekommen. Aber jetzt steure ich wieder voll drauf zu und ich bin wild entschlossen dem verdammten Stillstand ein Ende zu bereiten und irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, das in der nächsten Woche wieder ein oder zwei Kilos dauerhaft purzeln werden.

Es wird noch ein paar Tage dauern, aber dann hoffe ich, wird sich mein Körper an die neue Routine gewöhnt haben und nicht um 20 Uhr nach dem Bett schreien. Denn das ist schon eine krasse Nebenwirkung im Moment. Abends, bei Berührung des Kopfkissens, schlafe ich ein und dann wie ein Stein! 🙂

 

Bald werde ich Euch wieder beständiger mit meinen Einträgen belästigen! Es ist halt gar nicht so einfach ein guter und regelmäßiger Blogger zu sein, aber ich bin steht’s bemüht… ;

 

 

2 Kommentare zu “Der Wal, Morgenstund hat Gold im Mund oder ich bin wieder auf Kurs! ☺

  1. Liebe Debby,
    stress Dich nicht so mit dem Tagebuch, Du musst nicht jeden Tag schreiben, ich denke alle verstehen, dass Du jetzt durch Deine Arbeit weniger Zeit hast :). Nur ganz aufhören ist verboten *g*. Ich kenne das Gefühl hinterher beim Sport, speziell wenn ich gar keine Lust habe zu gehen, dann gezwungen bin zu gehen, da wir ja meine Tochter und Freund mitnehmen, danach bin ich obwohl müde doch glücklich dass ich wieder war 🙂
    LG Petra

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