Der Wal, Werkzeug oder die Magie der Musik! ☺ Vom 16. Juni 2014

Ein Leben ohne Musik ist für mich unvorstellbar und in den letzten Monaten ist sie für mich wichtiger geworden, denn jemals zuvor.

Solange ich denken kann begleitet Musik mich durchs Leben, und seit dem es tragbare Musikgeräte gibt, kann man das fast Wortwörtlich nehmen!

Die erste Schalplatte an die ich mich erinnern kann, war von Heintje „Mama“, da war ich ca. 5 oder 6 Jahre alt, parallel dazu hörte ich viel Enrico Caruso und Miles Davis. Den einen liebte meine Großmutter über alles und den anderen verehrte mein Onkel, mit dem ich mir in meiner Kindheit über ein paar Jahre ein Zimmer teilte, da er nur 8 Jahre älter ist als ich. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie glücklich er war, wenn ich meine Heintje Platten abspielen wollte

Diese seltsame Konstellation von verschiedenen Musikrichtungen, hat mich für den Rest meines Lebens prägen!

Mit ca. 9 Jahren zog ich zu meiner Mutter und Ihrem damaligen Ehemann, der auch ein großer Jazz und Blues Fan war, mich aber auch an Sänger wie Georg Danzer (Ganz Wien träumt von Kokain) heranführte. Es dauert nicht lange und ich fing an in der Plattensammlung meiner Mutter zu stöbern und sie zu meiner eigenen zu machen!

Dort entdeckte ich dann Queen , die Stones, The Police und noch einiges mehr.

Endgültig Musik süchtig wurde ich dann im Internat. Dort war Fernsehen verpönt und Computer waren noch kein Thema, darum war Musik unser Haupt Entertainment. Sowohl die Internationalen Charts wie auch selbst gemachte, wobei ich daran nicht beteiligt war Wenn man auf einer internationalen Schule geht, ist es ganz selbstverständlich das man auch Internationale Musik kennenlernt. So kam es auch das ich eine ganze Zeit lang verrückt nach Japanischer Popmusik war, wobei ich Rückblickend vermute, das ich da emotional verwirrt gewesen sein muss, denn eigentlich klingt das für jemanden der kein Japanisch spricht, wie Frauen die Kopfweh haben und darüber melodisch weinen

Heutzutage mag ich nur Musik deren Text ich auch verstehe, denn oft finden Songschreiber einfach die besseren Worte um ein Gefühl zu beschreiben. Für mich machen die Texte 50& des Genusses aus!

Für immer werden mich Bands/Musiker wie Supertramp, Fleedwood Mac, Barclay James Harvest, Duran Duran, David Bowie, Kate Bush, Stevie Nicks und Peter Garbriel an die unbeschwerten Sommer meiner Kindheit erinnern.

Und das ist genau der springende Punkt, für mich funktioniert Musik wie eine Emotionale Zeitkapsel. Ich nenne eine recht große Musiksammlung mein Eigen und jede Platte oder CD die ich je gekauft habe, hat mindestens einen Song darauf mit dem ich ein Gefühl oder Erlebnis verbinde. Wer öfter Zeit mit mir verbringt, wundert sich nicht mehr, wenn ich plötzlich ausrufe „August 1988“ oder „Sommer 2004“ weilgerade irgendwo ein Lied läuft, das mich an eine bestimmte Zeit erinnert. Meine Mutter lacht dann immer und findet das ich ziemlich seltsam bin. Sie findet so interessant wie die Information, das in China ein Sack Reis umgefallen ist.

Aber ich bin dann immer für ein Paar Sekunden auf einer Zeitreise und bin glücklich, das ich diese „Gabe“ habe!

Zum Beispiel werde ich nie den Abend vergessen, als ich das erste Konzert der Drei Tenöre (Pavarotti, Domingo und Carreras) in Rom, im Fernsehen sah. Auch wenn es altmodisch klingt, aber ich war wie verzaubert. Eigentlich war ich gerade primär mit der aktuellen Popmusik beschäftigt, aber seit jenem Abend habe ich auch eine dauerhafte Liebesbeziehung mit Opernmusik/Gesang und die CD dieses besagten Konzerts gehört seit dem zu meinen All Time Favorits (Höre ich jetzt gerade auch ). Aber es gibt noch so viel mehr, wer z.B. noch nie träumend im Grass gelegen hat und dabei der wunderbaren Stimme von Maria Callas gelauscht hat, hat wirklich etwas verpasst! Ich könnte hier Seitenlang schreiben, wen man noch alles unbedingt einmal hören muss, denn die Frage nach einem Lieblingsinterpreten oder einem Lieblingsstück ist unmöglich zu beantworten, bei so vielen Musikgöttinnen und Göttern!

Ich behaupte gerne, das ich einen weit gefächerten Musikgeschmack habe, aber der Liebste würde da sofort vehement widersprechen, denn fast jede Form von Elektronischer Musik, geht mir nach 10 Sekunden schrecklich auf die Nerven und ich muss sie ausmachen oder das Zimmer verlassen. Es gibt auch Freunde die behaupten, das ich einen ziemlich militant wäre, wenn es um Musik geht, weil ich nicht geneigt bin mir etwas anzuhören, was mir nicht nach einer Minute gefällt. Irgendwie stimmt das auch, es gibt zuviel wundervolle Musik und zu wenig Zeit, als das ich gewillt wäre mit „schlechter“ Musik Zeit zu verschwenden.

Trotzdem glaube ich, das fast jeder der uns besucht, in unserer Sammlung etwas nach seinem Geschmack finden würde. Letztes Jahr haben wir unseren Haushalt auf Apple umgerüstet und der Liebste hat mir das wundervollste Geschenk überhaupt gemacht.

Er hat über Wochen unsere gesamte Musiksammlung Digitalisiert und seit dem ist mein musikalischer Alltag eine einzige Wiederentdeckungsreise. Ich verliebe mich zur Zeit, jeden Tag in ein „neues“ altes Stück.

Mein bester Freund hat mir vor vielen Jahren den Spitznamen „Queen of Music of the Heart“ gegeben, grammatikalisch etwas seltsam, inhaltlich aber auf den Punkt gebracht.

Eine schönes melodisches Liebeslied berührt mich mehr als alles andere und ich behaupte Stolz, dass es keinen Liebeskummer gibt, für den ich nicht den passenden Song kennen würde. Es ist fast ketzerisch so was, als glücklich verheiratete Frau zu sagen, aber manchmal wenn wieder ein neues trauriges Liebeslied höre, bei dem es mir den Hals zu schnürt, denke ich „Mein Gott, könnte man dazu wundervoll leiden!“

Genau das ist der Grund warum ich Musik so sehr liebe und auch brauche, sie weckt heftige, starke Emotionen in mir und diese Emotion kann ich benutzen wie ein Werkzeug. Die letzten Monate, eigentlich das gesamte letzte Jahr, waren und sind immer noch, emotional sehr aufwühlend. Ich verändere mich ja nicht nur körperlich, sondern auch in meinem Kopf und das ist teilweise anstrengender als der physische Prozess.

Alte Schutzmechanismen abzulegen, nicht nur nach außen sondern auch die im eigenen Kopf, ist sehr schwierig. Manchmal möchte ich z.B. über gewisse Dinge nicht nachdenken, weil ich schon vorher oft weiß, das mir nicht gefallen wird was beim Nachdenken raus kommt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell mein Kopf mir dann eine Schublade anbietet, in der ich den nicht gewollten Gedanken verstecken und wegschließen kann. Musik ist dann wie ein magischer Schlüssel, der diese Schublade aufmacht und mir hilft, eben doch drüber nachzudenken und die ungewollten Gefühle zu zulassen.

Ich habe es schon oft geschrieben und ich werde es sicher noch öfter wiederholen. Abnehmen, sich verändern, sein leben verändern zu wollen. Es fängt mit dem Kopf an und es hört auch mit dem Kopf auf. Wenn der nicht mit macht, nutzt die eisernste Disziplin gar nichts, ich möchte sogar sagen, es gibt gar keine Disziplin, wenn der Kopf es nicht will. Ich versuche also ständig, und das ziemlich erfolgreich, meinen eigenen Kopf zu überlisten, Dinge zu tun, die er nicht will und mein wichtigstes Werkzeug dabei ist die Musik. Das funktioniert für Mentale „Bergbesteigungen“ wie auch für physische Herausforderungen. Eine Power Ballade zur Rechten Zeit, kann mich während der Klimmzüge in Wonder Woman verwandeln , und eine flotte Rock Nummer hilft mir die letzten 2 KM auf dem Cross Trainer durchzuhalten.

Eins haben aber all diese Lieder gemeinsam, sie haben irgendeine Bedeutung für mich weil ich ein Gefühl oder einen Moment damit verbinde. Das kann Kraft, Wut, Glück oder auch Unglück sein. Es macht mich irgendwie „empfänglicher“ für mich selbst.

Weil mich Musik im Moment noch extremer als sonst begleitet, und Euch dieser Eintrag eventuell Neugierig darauf gemacht hat, was ich so höre, möchte ich Euch ab jetzt in Regelmäßigen Abständen meine Top Ten Songs geben.

Bevor ich das tue, möchte ich Euch aber warnen. Ich bin wirklich schnulzig und habe manchmal den Musikgeschmack eines Pubertierenden Teenagers, allerdings sicher keiner aus einer coolen Clique Abgesehen davon habe ich auch noch eine Schwäche für Musik Serien wie Glee oder Nashville. Darum würde es mich nicht wundern, wenn einige von Euch die Augen verdrehen, denn niemand weiß besser als ich, das man über Musikgeschmack Stundenlang streiten kann. Unterm Strich zählt nur, ob es einem selbst was gibt.

Here we go in unabhängiger Reihenfolge:

01. Wrecking Ball, Miley Cyrus

02. Love You Till the End, The Pogues

03. Read All About it, Professor Green feat. Emeli Sandé

04. Ich wer die Welt verändern, Revolverhelden

05. Need You Now, Lady Antebellum

06. Super Duper Lover Joss Stone

07. Take a Bow, Glee Cast Version

08. No easy Way Out, Robert Trepper

09. Fucking Perfect, Pink

10. Domino, Jessie J.

Und weil es nie genügend Inspiration für gute Playlisten geben kann, würde ich mich wirklich riesig freuen, wenn Ihr mich wissen lassen würdet, welche Lieder bei Euch etwas bewegt, berühren, Euch glücklich machen oder auch trösten.

Lasst Euch bitte nicht von den Top Ten abschrecken, ich bin wirklich offen für alles!

Heute Morgen war mein erstes Lied „Shower the People“ von den Vocaleros und es hat mich irgendwie leicht durch den Tag schweben lassen.

Musik ist einfach magisch… 😉

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